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  • Ein Moskito schlägt zu

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Ein Moskito schlägt zu

    Das sicher gefährlichste Tier Afrikas ist die etwa sechs Millimeter kleine Anopheles-Mücke: Sie überträgt Malaria. An dieser Infektionskrankheit sterben jährlich etwa eine Million Menschen weltweit. Malariaerkrankte leiden an hohem wiederkehrendem Fieber, Schüttelfrost und Krämpfen. Vor allem bei kleinen Kindern kann die Krankheit schnell zum Tode führen.

  • Alles beginnt in der Mücke

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Alles beginnt in der Mücke

    Sticht die Anopheles-Mücke einen infizierten Menschen, nimmt sie den Malariaerreger auf; beim nächsten Stich gibt sie ihn an einen anderen Menschen weiter. Forscher haben die Erreger hier im Bild mit einem grün leuchtenden Eiweiß markiert. Wie das grüne Leuchten verrät, vermehren sich die Parasiten im Darm der Mücke und sammeln sich schließlich in ihren Speicheldrüsen.

  • Erreger für die Forschung ernten

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Erreger für die Forschung ernten

    Der biologische Name des Malarierregers lautet Plasmodium. Um ihn zu untersuchen, entfernen Forscher infizierten Anopheles-Mücken die Speicheldrüsen und isolieren daraus den Parasiten. Denn im Speichel der Mücke reichert sich die infektiöse Form des Parasiten an - Experten nennen diese Form Sporozoiten. Rechts im Bild ist die Mücke zu sehen, in der Mitte deren entnommene Speicheldrüsen.

  • Mücke - Mensch - Mücke

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Mücke - Mensch - Mücke

    Tatsächlich ist der Mensch nur der Zwischenwirt des Malariaparasiten, Endwirt ist die Mücke. In uns vermehrt sich der Erreger ungeschlechtlich: erst in der Leber, dann in den roten Blutkörperchen. Ein Teil der Parasiten bildet schließlich weibliche und männliche Zellen. Diese werden von einer Mücke aufgenommen und pflanzen sich in ihr geschlechtlich fort. Der Kreis schließt sich.

  • Malariaerreger laufen im Kreis

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Malariaerreger laufen im Kreis

    Da die Malariasporozoiten gekrümmt sind, bewegen sie sich im Kreis, wenn Forscher sie wie hier auf ein Stück Glas mit Flüssigkeit aufbringen. Die Parasiten selbst sind gelb eingefärbt, ihre Bewegungsbahn ist blau. Die Erreger sind schnell: Für einen Kreis benötigen sie nur etwa 30 Sekunden. In ihren Wirten werden sie durch Hindernisse von der Kreisbahn abgelenkt und laufen dann auch geradeaus.

  • Zwölf Tage zwischen Stich und Krankheitsausbruch

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Zwölf Tage zwischen Stich und Krankheitsausbruch

    Im Mensch nistet sich der Malariaerreger zunächst für einige Tage in der Leber ein. Währenddessen merkt der Betroffene nichts. Erst wenn der Parasit sich in der Leber zu kleinen traubenförmigen Merozoiten umgewandelt hat, welche das Organ verlassen und die Blutkörperchen befallen, fühlt sich der Patient krank.

  • Malariaerreger im Blut

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Malariaerreger im Blut

    Die Parasiten brauchen ein bis drei Tage, um sich in den roten Blutkörperchen zu vermehren. Dann zerfallen die Blutzellen und setzen viele reife Malariaerreger und giftige Substanzen aus dem Stoffwechsel der Parasiten frei. Die Folge: Fieberschübe. Im Blutabstrich unter dem Mikroskop ist die Krankheit nach Anfärbung leicht zu diagnostizieren: Die lila gefärbten Erreger fallen sofort auf.

  • Rund um den Äquator

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Rund um den Äquator

    Malaria ist eine typische Tropenkrankheit: Sie tritt dort auf, wo es heiß und feucht ist. Einige Wissenschaftler hatten befürchtet, dass sich die Malaria zukünftig aufgrund des Klimawandels in jetzt noch malariafreie Gefilde ausbreiten werde. Neuere Studien kommen zu einem anderen Ergebnis: Tatsächlich nehme ihr Verbreitungsgebiet kontinuierlich ab, da immer mehr Sümpfe trockengelegt würden.

  • Moskitonetze = Lebensretter

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Moskitonetze = Lebensretter

    Das beste Mittel gegen Malaria: gar nicht erst von einer Mücke gestochen zu werden. Dabei helfen Repellents - Mückenabwehrmittel zum Eincremen - und natürlich Moskitonetze, deren feine Maschen die Mücken fernhalten. Unter einem Moskitonetz zu schlafen, kann Leben retten!

  • Doppelter Schutz

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Doppelter Schutz

    Forscher haben eine neue Art von Moskitonetz entwickelt, die besonders schützen soll: In die Fasern der Netze ist ein Insektizid eingewebt, welches kontinuierlich frei wird. Der Wirkstoff tötet alle Mücken, die sich auf dem Moskitonetz niederlassen.

  • Giftwaffe gegen Malaria

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Giftwaffe gegen Malaria

    Nimmt die Malariagefahr überhand, greifen Betroffene oft zu harten Mitteln und versprühen massenweise Insektengift, so wie hier im indischen Mumbai. Ein gerne auf Hauswände aufgebrachtes Insektizid ist die Substanz DDT - wirkungsvoll gegen Mücken, aber als Teil des "dreckigen Dutzends" schlecht für Gesundheit und Umwelt: Es ist sehr langlebig und reichert sich in der Nahrungskette an.

  • Schnelle Diagnose

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Schnelle Diagnose

    Malaria-Schnelltests weisen innerhalb von Minuten Malariaerreger in einem Tropfen Blut nach. Hier untersuchen die "Ärzte ohne Grenzen" einen Jungen im afrikanischen Mali. Sein Test ist positiv. Der Junge bekommt Medikamente und ist zwei Tage später wieder gesund. Solche Schnelltests funktionieren allerdings nicht immer zuverlässig.

  • Wettlauf gegen die Zeit

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Wettlauf gegen die Zeit

    Medikamente zerstören den Parasiten im Blut oder verhindern, dass er sich weiter vermehren kann. Allerdings werden die Erreger mit der Zeit resistent gegen den Wirkstoff - einige Medikamente wie Chloroquin wirken in vielen Gegenden schon nicht mehr. Auch Medikamentenfälschungen mit zu wenig Wirkstoff fördern Resistenzen. Einziger Ausweg: neue Arzneien zu entwickeln.

  • Ausweg Impfung?

    Malaria - ein einziger Mückenstich kann töten

    Ausweg Impfung?

    Eine Impfung gegen Malaria gibt es bisher nicht. Forscher arbeiten eifrig daran, und viele Studien versprechen baldigen Erfolg. Aber ob es irgendwann tatsächlich gelingt, die heißersehnte Impfung zu entwickeln, bleibt ungewiss: Niemand kann darauf vertrauen. Sich vor Mückenstichen zu schützen, bleibt daher das Mittel der Wahl.

Ohren auf !!!

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